Walula

© Bernd Streiter, Illustration aus dem Kinderbuch »Was das Walula alles kann«
© Bernd Streiter, Illustration aus dem Kinderbuch »Was das Walula alles kann«

 

 

Das Walula ist ein Fabelwesen. Es hat eine Flosse wie ein Fisch. Es hat Flügel wie ein Vogel und es hat Beine wie ein Schwein. Das ist außergewöhnlich – eben fabelhaft. Nur das Walula weiß nicht, was es damit anfangen soll, denn es ist anders als die meisten und das macht es unsicher und unglücklich. Erst als es durch andere seine außergewöhnlichen Fähigkeiten erkennt und nutzt, findet es Freunde und wird glücklich.

 

2006 regte der langjährige Freund der Albert-Schweitzer-Schule, Peter Glassen, die Idee an, ein farbenfrohes Fabelwesen zu schaffen, das mit seiner Geschichte von den täglichen Erfahrungen und Erfolgen im Leben behinderter Menschen erzählt. Sein Name ist Walula:

  • WA – Wasser, denn Walula hat Flossen.
  • LU – Luft, denn Walula hat Flügel.
  • LA – Land, denn Walula hat vier Beine.

Im September 2006 wurde das Projekt gemeinsam mit dem Bildhauer Bernd Streiter, der Autorin Susanne Wastl und dem Fotografen Tobias Ott umgesetzt. Unter der Schirmherrschaft der damaligen Kultusministerin des Landes Brandenburg, Johanna Wanka, entstanden eine Walula-Holzskulptur und ein Walula-Kinderbuch. Von den Kindern und Lehrern wurde die Handlung des Kinderbuches als farbenfrohe Inszenierung aufgeführt.

Zum 20. Schulgeburtstag 2011 gestaltete der Berliner Komponist Lexa A. Thomas gemeinsam mit Bärbel Mann das Walula-Singspiel, das von den Schülern der Albert-Schweitzer-Schule aufgeführt wurde.

 

Der Impuls, den die Kulturschaffenden mit ihren Walula-Ideen in die Schule gaben, motivierte Schüler und Lehrkräfte, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entdecken und zu entfalten. Alle Schüler beschäftigten sich mit dem Fabelwesen, dessen Name und seine Bedeutung in verschiedenen Fachbereichen erarbeitet wurde. Jeder gestaltete sein Walula, gemalt, getöpfert, gebastelt, besungen, getanzt oder beim Anfertigen von Requisiten.

Mit dem Walula erhielten die Schüler nicht nur eine wundervolle Skulptur und eine zu ihnen passende herrlich illustrierte Geschichte. Sie identifizierten sich selbst mit dem Fabelwesen und wuchsen im gemeinsam einstudierten Singspiel in ihrem Können durch Zuwendung, Geduld und Ansporn über sich hinaus.

 

Ziele dieses vielfältigen Projektes waren und sind:

  • Förderung eines positiven Selbstbildes der Kinder
  • Stärkung von Selbstvertrauen und Selbstwert
  • Bereicherung der Schule um ein vielgestaltiges Kunstprojekt
  • Akzeptanz und Toleranz in der Gesellschaft
  • Öffentlichkeitsarbeit in den Medien